
Das Thema „Wundliegen“ ist ein Dauerbrenner für
pflegende Angehörige und Pflegepersonen. Es gibt
sehr gute Möglichkeiten, mit pflegerischen Maßnahmen
und speziellen Hilfsmitteln das Druckgeschwür zu
therapieren und oft sogar zu verhindern.
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Vor allem aber das menschliche Leid, dass ein/e Betroffene/r durchmachen muss, bewirkt neben den Schmerzen eine enorme psychische Belastung. Es ist nicht angenehm, ein Stück seines Körpers absterben zu sehen. Ein wichtiger Teil der Vorsorge ist die Hautpflege. Das Risiko, ein Druckgeschwür zu erleiden, ist bei Stuhlinkontinenz 22-mal höher. Der Schutzfilm der Haut, welcher sie vor negativen Einflüssen schützt, wird durch häufiges Waschen mit falschen Pflegemitteln zerstört. Wir haben alle die Angewohnheit, eher zu viel zu cremen, und wenden meist Vaseline, Melkfett oder hautabdeckende lebertran- und zinkhältige Pasten an. |
Melkfett nur für Rinder Echtes Melkfett sollte nur zum Melken verwendet werden und ausschließlich Rindern vorbehalten sein, aber auch ähnliche vaselinehaltige Produkte kleben nicht nur die Hautporen zu, sondern reduzieren die Aufnahmekapazität der Inkontinenzeinlage deutlich. |
Schutzfilm für die Haut Verwenden Sie pH-neutrale unparfümierte Hautreinigungsmittel. Als Hautpflegeprodukte eignen sich Wasser-in-Öl-Lotionen. Sie überziehen die Haut mit einem Film, der sie vor Austrocknung schützt. Die angenehmste und beste nkontinenzpflege sind aber Reinigungs- und Pflegetücher, welche den Wirkstoff Dimethikon enthalten. Keine Seife, kein Melkfett, kein Puder, also eine All-n-one-Lösung. Dieses Silikonöl bildet einen atmungsaktiven Schutzfilm gegen Harn und Stuhl. Hinterfragen bitte auch Sie Ihre Pflegemethoden bei der Inkontinenzpflege! Die Betroffenen werden es Ihnen danken. Peter Kurz |
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